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Nachrichten-Archiv

Hebammen aus Aurich und Friesland vernetzen sich

„Hebammenarbeit – wegweisend für die Versorgung von Mutter und Kind“ - dies ist das Motto des deutschen Hebammenverbandes zum internationalen Hebammentag 2018.

Auch ein Thema in den Kreisen Aurich, Friesland und Wilhelmshaven. Längst ist es bekannt, dass es immer weniger Hebammen gibt, die freiberufliche Tätigkeit in Form von Kursen, Beleg-/Hausgeburten oder zuletzt nicht auch Wochenbettbetreuung anbieten. Frauen die sich nicht mit einem positiven Schwangerschaftstest um Hebammenbetreuung bemühen, stehen unter Umständen im Regen. Besonders massiv betroffen die Frauen die zu Ferienzeiten oder auch um Weihnachten herum Ihre Kinder erwarten.

Die Initiative "Gleichstellung sichtbar machen" im Rahmen des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW Allianz / Deutscher Frauenrat) möchte mit Ihren Modellstandorten Aurich, Göttingen und Hannover dazu beitragen, dass hier die Lage verbessert wird. Am 23.April 2018 hat die Auftaktveranstaltung zum Thema "Gesunde Geburt auf dem Land" in Aurich statt gefunden. Viele Vertreter des Küstenstreifens der Regionen Aurich, Emden, Leer, Oldenburg usw. durfte die Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Aurich Birgit Ehring-Timm begrüßen. Bei den Diskussionen wurde vor allem klar, dass sich schnell um die Ausbildung gekümmert werden muss. Wir brauchen endlich einen Uni - Standort im Nordwesten, damit auch Frauen dieser Region nicht abwandern, um diesen tollen Beruf zu erlernen, sondern in der Heimat die Möglichkeit haben, sich adäquat ausbilden zu lassen und dann auch hier zu arbeiten.

Das Thema Akademisierung des Hebammenberufes erläuterte die 1. Vorsitzende des niedersächsischen Hebammenverbandes Veronika Bujhny an vielen Beispielen.
Im Juni 2018 soll die Hebammenzentrale in Friesland Ihre Arbeit aufnehmen und wird per Telefon oder online erreichbar sein. " Ich freue ich, dass wir nun beginnen können, den Frauen eine Hilfe an die Hand zu geben, damit sich die Hebammensuche nicht mehr so schwierig gestaltet", so Christina Harms-Janßen, Kreisdelegierte Hebamme für Friesland/Wilhelmshaven. " Das ist nicht Lösung des Problems, aber eine Linderung", so Harms-Janßen weiter. Für dieses Projekt hat der Landkreis Friesland 60.000€ zur Verfügung gestellt.

Auch die Auricher Hebammen wünschen sich solch eine Hebammen Zentrale und werden hier toll unterstützt von der Elterninitiative Mother Hood (Regionalgruppe Aurich).
" Eine gute Vernetzung und Zusammenhalt ist wichtig, damit wir gemeinsame Ziele zu einem guten Abschluss bringen können", so Stephanie Decker, die Kreisdelegierte Hebamme aus Aurich. Und sie fügt hinzu "Ich freue mich, mit Christina Harms-Janßen aus dem Landkreis Friesland eine Partnerin zu haben, mit der wir auch künftig Projekte in Kooperation umsetzen können."

Die Kreisdelegierten beider Kreise sind sich einig "NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK" ! Und so werden wir an einem Strang ziehen, bei dem Kampf um einen Uni Standort im Nordwesten, damit auch künftig wieder mehr Hebammen in der Region zu finden sind und Frauen und Familien kompetent und liebevoll auf Ihrem Weg begleitet werden können.

Was uns wieder zum Motto des internationalen Hebammentages bringt: "Hebammenarbeit - wegweisend für die Versorgung von Mutter und Kind" - Dafür stehen Aurich´s und Friesland´s Hebammen ein - packen wir es an.


( Christina Harms-Janßen, Kreisdelegierte Hebamme Friesland/ WHV und
Stephanie Decker, Kreisdelegierte Hebamme Aurich)